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Sammlungsgeschichte


Bereits von den 1960er Jahren an begann das Ehepaar Liane und Hermann Rosteck, in Deutschland und auf den Balearen die Werke ihrer künftigen Sammlung zusammenzutragen. Rasch kristallisierten sich als Schwerpunkte die klassische Moderne, spanische Kunst, Fluxus sowie die Förderung junger Talente heraus. Bei einem ersten Gang durch die Ausstellung und der Begegnung mit vielen klangvollen Namen und prominenten Vertretern der Abstraktion wird dabei deutlich, dass auch noch andere, ebenso reizvolle Erwägungen für die Auswahl im Vordergrund standen: persönliche Vorlieben, Erfahrung und Geschmack. Auf diese Weise gelang es den Rostecks, wesentliche, aber auch ausgefallene Kunstströmungen des 20. und 21. Jahrhunderts zu erfassen.

Viele der ausgestellten Künstler haben die Sammler persönlich gekannt, einigen waren sie freundschaftlich verbunden, und so existiert zu fast jeder Arbeit eine kleine Geschichte. So erinnern die Werke des norddeutschen Malers Hans Laabs und des Klassikers Joan Miró noch heute an zahlreiche Aufenthalte auf Ibiza, wo die Eheleute auch mit Antoni Tàpies oder Eduardo Chillida, damals noch vergleichsweise unbekannt, zusammentreffen konnten. Die "Vier andalusischen Prinzipien" etwa, nur eine Auftragsarbeiten unter mehreren, hat der kontrovers diskutierte Künstler Wolf Vostell nach konkreten Vorgaben der Rostecks im Jahre 1985 angefertigt.




Sammlerpaar Liane und Hermann Rosteck, Foto: © Ullrich Knapp

Geschichte des Hauses


Als repräsentatives Gebäude in exponierter Lage war die Villa Burgeff ursprünglich Residenz der ersten Sektkellerei-Familie Hochheims, der Familie Burgeff. Im Jahr 1841 vollendet, wurde das klassizistische Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts bei einem Brand nahezu vollständig zerstört. Die heutige Ansicht ist ein Neubau aus dem Jahr 1904, welcher jedoch direkt an die originalen Baupläne angelehnt reproduziert wurde. Stellenweise dekorative Elemente an der Außenfassade nehmen noch heute Bezug zu ihren ehemaligen Bauherrn, wie beispielsweise Darstellungen von Weinreben am obersten Gesims. Im Souterrain, in welchem die Kunstsammlung ansässig ist, lassen sich außerdem noch einige "Zeitzeugen" aus dem Jahr 1841 finden: Die ornamentalen Bodenfließen im Hauptraum sind zu großen Teilen noch die letzten Überreste des ursprünglichen Gebäudes.

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